26. April 2017: AK Sachsenweit der LAG besucht Görlitz

Am Mittwoch, den 26.04.2017, war der Arbeitskreis (AK) „Sachsenweit“ unserer LAG den ganzen Tag in Görlitz. Unsere Fachstelle hatte sich vor kurzem mit dem Projekt „Que(e)r durch Sachsen“ vernetzt und den gemeinsamen Arbeitskreis gegründet. Gemeinsam mit den beiden zuständigen  Mitarbeiterinnen vom Gerede e.V. aus Dresden und dem RosaLinde Leipzig e.V., hat sich unsere Fachstelle also auf den Weg nach Ostsachsen gemacht.

Zunächst ging es in die Stadtbibliothek Görlitz. Ab 10:00 Uhr tagte dort die „LAG der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten im Freistaat Sachsen“. Wir wurden dorthin eingeladen und durften vor über 20 Gleichstellungsbeauftragten aus ganz Sachsen sprechen. Zum einen konnten wir unser Netzwerk als landesweiten Dachverband vorstellen. Zum anderen sprachen wir über die Bedeutung der Inklusion von LSBTTIQ* in die kommunale Gleichstellungsarbeit und das Projekt der mobilen Umlandberatung. Die Anwesenden hörten uns aufmerksam zu und aus den veranschlagten 30 Minuten Redezeit wurde schnell über eine Stunde. Erfreulich war, wie offen und interessiert sich die Gleichstellungsbeauftragten gegenüber unserer Arbeit zeigten. Unser Arbeitskreis konnte deutlich machen, das die Lebenswirklichkeiten von LSBTTIQ* zur Realität in Sachsen dazu gehören und das moderne Gleichstellungsarbeit auch diese Thematik umfassen sollte.

Der Auftakt für einen arbeitsreichen Tag war also gemacht und mit jeder Menge gutem Feedback verließen wir die interne Dienstberatung der Gleichstellungsbeauftragten, um uns zum eigentlichen Grund unseres Aufenthalts in Görlitz zu begeben. Auf dem Marienplatz im Herzen der Stadt befindet sich zwischen dem 24. und 29. April die Ausstellung „GROßE FREIHEIT. liebe. lust. leben“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA). Thematisch ging es dabei vor allem um sexuelle Aufklärung. Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt wurden erst durch unseren AK Sachsenweit vor Ort angesprochen. „Que(e)r durch Sachsen“ war von 13:00 bis 18:00 Uhr mit einer Medieninstallation in der „Love Lounge“ vertreten. Sie zeigten zwei Filme unter dem Motto „LSBT*I*: Lesbisch, schwul, bi – ja klar! Aber was sind t(rans)* und i(nter)*?“, die im Anschluss mit Jugendlichen und Schulklassen diskutiert wurden. Am Abend hielt unsere geschäftsleitende Bildungsreferentin Britta Borrego dort noch einen Vortrag. Unter dem Titel „Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in der Gesellschaft. Zwischen Akzeptanz und Ausgrenzung.“, sprach sie zwischen 18:00 und 19:30 Uhr über die Situation in Sachsen.

Gemeinsam mit einem später im Jahr stattfindenden Workshop bilden der Vortrag und die Medieninstallation unser Angebot für das Projekt „Nur die Liebe zählt! – Akzeptanz für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt. Dafür arbeiten wir bis Ende 2017 mit unserem lokalen Kooperationspartner „Augen auf – Zivilcourage zeigen e.V.“ im Rahmen der lokalen Partnerschaft für Demokratie zusammen. Ohne deren Engagement in Görlitz wäre unsere Arbeit so nicht möglich!

Neue Kontakte, interessierte Nachfragen, angeregte Diskussionen mit kommunalen Gleichstellungsbeauftragten und Jugendlichen – dieser Tag in Görlitz war so vielfältig, wie die Lebenswirklichkeiten für die wir einstehen. Sensibilisierung, Sichtbarkeit und Aufklärung – an diesem Tag konnten wir eine ganze Menge für LSBTTIQ* in Sachsen erreichen. Und das ist erst der Anfang. Ganz gleich, ob städtische Ballungszentren oder ländlicher Raum, wir setzen uns weiter dafür ein, dass Respekt, Akzeptanz und Vielfalt genauso zu Sachsen gehören, wie die Menschen die sie leben.