Drei Veranstaltungen an drei Tagen – Wochenende? Kennen wir nicht!

Die beiden hauptamtlichen Mitarbeiter_innen unserer Fachstelle sind viel unterwegs. Wöchentlich gibt es Veranstaltungen in ganz Sachsen – Meetings, Vorträge, Vernetzungstreffen, Lesungen, Workshops – bei denen wir teilnehmen. So auch vom 19. bis 21. Oktober 2017. Dort

19.10.2017 Leipziger Lesben Treffen – 24th Meeting of queer Lesbians*

Frauenkultur Leipzig

„Das Leipziger Lesben-Treffen – seit mehreren Jahren das „Meeting of queer lesbians*“ – hat über die Jahre, quasi über  Jahrzehnte so einiges erlebt. Und wichtig war immer (so unsere Erfahrung) miteinander im Gespräch zu sein. Deshalb wollen wir in diesem Jahr unter dem Motto „Let’s talk about“ auf verschiedene Themen lesbischen* Alltags blicken. Wie sieht es aus mit „den Lesben*“ im Jahr 2017? Was wurde erreicht? Was ist noch zu tun? Wer ist oder sind „wir“?“ … An vier Tagen (19.-22.10.) wollen wir in Vorträgen, Gesprächsabenden, Filmen und Workshops ins Gespräch kommen über queer-lesbische* Vielfalt.“ (http://www.leletre.de/)

Am 19.10. 2017 folgte der Eröffnungsabend mit Sektempfang, Hörfeature, Kurzinput und demFilm Girl on Girl (Regie: JODI SAVITZ, USA 2015)

Der Input “Let´s talk about … Lesben im Hier und Jetzt” war ein Streifzug durch einige Themen, die sowohl alle sozialen Gruppen im Akronym LSBTTIQ* und gleichzeitig spezifische lesbische Lebensweisen betreffen („Ehe für Alle“ und die Akzeptanz von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt in der Gesellschaft, Diskriminierungserfahrungen von LSBTTIQ* und Einstellungen der Bevölkerung zu LSBTTIQ* in Deutschland und Sachsen, Gesundheit von lesbischen Frauen, Lesben & Alter(n), Rechtspopulismus, Unsichtbarkeit von Lesben in der Community). Er wurde von unserer geschäftsleitenden Bildungsreferentin, Britta Borrego, gehalten.

20.10.2017 Und was sagen die Kinder dazu? Regenbogenfamilien erzählen – Lesung und Diskussion

Literaturvilla Augustin Dresden

Skepsis und Vorurteile, damit werden Regenbogenfamilien noch immer konfrontiert. Gerade wenn es um das “Kindeswohl” geht. In der heutigen Lesung des gleichnamigen Buches und der anschließenden Diskussion kommen die Töchter und Söhne lesbischer Mütter, Schwuler Väter und Transgender-Eltern zu Wort.

Die Veranstaltung wurde von Britta Borrego, unserer geschäftsleitenden Bildungsreferentin, moderiert. Der Abend und seine wunderbaren Einblicke in die Normalität der Familienrealitäten von Regenbogenfamilien ist von der Gruppe “Schwule Väter Dresden” und Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen ermöglicht worden.

 

21.10.2017 Vernetzungstreffen “Gegensteuern – Rechtspopulismus und Gleichstellungsgegner*innen die Stirn bieten” im Rahmen des Projektes miteinander stärken. Rechtspopulismus entgegenwirken des LSVD

Neues Rathaus Leipzig

„Das neue bundesweit agierende Projekt „Miteinander stärken. Rechtspopulismus entgegenwirken“ des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) möchte Aktivist*innen und Fachkräfte aus der Community und Bündnispartner*innen stärken und mit ihnen gemeinsam Strategien und Bündnisse für gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt entwickeln.“

„In regionalen Workshops, Konferenzen und bundesweiten Foren werden menschenfeindliche Parolen analysiert, effektive Gegenstrategien diskutiert und neue Kooperationen und Bündnisse geschlossen. Das Projekt richtet sich an alle, die sich für demokratische Grundwerte und gesellschaftlichen Zusammenhalt engagieren: Vereine und Verbände, Gewerkschaften und Unternehmen, Medien, Wissenschaft, Kultur und Sport, Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften, migrantische und antirassistische Initiativen, Fachkräfte aus der Jugend-, Familien- und Bildungsarbeit und die LSBTI*-Community.“ (https://www.lsvd.de/newsletters/newsletter-2017/miteinander-staerken-rechtspopulismus-entgegenwirken.html)

Diese Veranstaltung bildete den Auftakt in Form eines regionalen Vernetzungstreffens in Leipzig an dem ca. 25 Teilnehmende aus verschiedenen zivilgesellschaftlichen Verbänden und Initiativen teilnahmen. Das nächste regionale Treffen in Mannheim wird am 09.12. 2017 stattfinden.

Vormittags gab es vor allem Inputvorträge und Workshops: „Rechtspopulismus – Eine Bedrohung für Gleichstellung und Akzeptanz? (Dr. Janine Dieckmann [Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft]); Workshops a) „Rechtspopulistische Agitationen gegen geschlechtliche und sexuelle Vielfalt in Schule und Alltag – Argumente dagegen“; b) „Religion und Islamfeindlichkeit innerhalb des Rechtspopulismus – Zum Spannungsverhältnis von Religionsfreiheit und Glauben“

Nachmittags stand die Entwicklung von Strategien und Handlungsempfehlungen im Fordergrund, mit Thementischen zu Bildung, Strategien und Techniken für Aktivist*innen, Rechtspopulismus, Religion & Fundamentalismus, Schutzmechanismen.