29. September 2018: Fachtag – Land auf, Land ab. Was ist und was braucht Familie?

Datum: 29.09.2018
Ort: Kraftwerk Chemnitz // Kaßbergstraße 36 // 09112 Chemnitz

Veranstalter*innen:
LAG Queeres Netzwerk Sachsen
different people e.V.
pro familia Landesverband Sachsen e.V.

Kooperationspartner*innen:
Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen
Landesverband Soziokultur Sachsen
Hochschule Mittweida
Netzwerk für Demokratie und Courage e.V. (NDC)
Evangelische Aktionsgemeinschaft Familie
Frauenkultur Leipzig
UNIKATUM Kindermuseum Leipzig

Ein familiäres Zusammenleben und Wirtschaften als Familie ist in unserer gegenwärtigen Gesellschaft vielfältig. Neben der weißen, heterosexuellen Kleinfamilie existieren Patchwork-Familien, alleinerziehende Eltern, arme Familien, binationale Partner*innenschaften, Familien mit Migrationsgeschichte, gleichgeschlechtliche und trans*-Eltern, muslimische, jüdische und christliche Groß- und Kleinfamilien. Diese gelebte familiäre Vielfalt ist gesellschaftlich jedoch nicht gleichwertig sichtbar und repräsentiert.

Der Fachtag „Land auf, Land ab. Was ist und was braucht Familie?“ nimmt diese gelebte Vielfalt in den Blick. Dies bedeutet, das derzeitige politische, religiöse und gesellschaftliche Familienverständnis zu diskutieren, die gegenwärtigen Rechtsnormen zu erörtern und Bedarfe an Politik und Gesellschaft zu richten. Bei all diesen Aspekten ist der gegenwärtige Wandel hin zu einem pluraleren Familienverständnis in unserer Gesellschaft zu berücksichtigen.

Der Fachtag richtet sich an ein breites Spektrum an Fachpersonal, Multiplikator*innen, Interessenvertretungen und Entscheidungsträger*innen, die sich in Kultureinrichtungen, pädagogischen und sozialen Feldern sowie im Bildungsbereich mit dem Thema „Familie“ auseinandersetzen. Die inhaltliche und methodische Gestaltung der Diskussionsrunden wird von Pat*innen übernommen.

Ablauf:

09:00 // Ankommen
09:30 // Begrüßung durch die Veranstalter*innen & Grußwort der Politik und der Stadt Chemnitz

10:00 // Fachreferate
„Familie für alle. Pluralisierungen und Transformationen in der Migrationsgesellschaft“
Prof.in Dr.in Elisabeth Tuider (Universität Kassel)

„Vom Ich zum Wir. Perspektiven zum Miteinander.“
Dr. Thomas Arnold (Katholische Akademie des Bistums Dresden-Meißen)

10:50 // Diskussion
11:30 // Vorstellung der Diskussionsgruppen
11:40 // Mittagspause

12:40 // Diskussionsgruppen
Gruppe 1: Wie erreicht es die Kultur, familiäre Vielfalt abzubilden, sichtbar zu machen und ins Alltagsbewusstsein zu übertragen?

Wie können (sozio-)kulturelle Institutionen familiäre Vielfalt abbilden bzw. dafür sensibilisieren? Welche Familienbegriffe werden im Rahmen von Angeboten (bspw. Aufführungen, Ausstellungen, Workshops) vorgelebt? Werden bei der Öffentlichkeitsarbeit oder im Ticketing Familien außerhalb des „Vater-Mutter-Kind-Modells“ mitgedacht und angesprochen (bspw. Patchworkfamilien, queere Familienkonstellationen, kulturell unterschiedlich geprägte Familienbilder)?

Input & Leitung:
Andrea Gaede (Landesverband Soziokultur Sachsen e.V.), Christine Rietzke (Soziokulturelles Zentrum Frauenkultur), Annegret Hänsel (UNIKATUM Kindermuseum Leipzig)

Gruppe 2: Wie kann in staatlichen und nichtstaatlichen Bildungsinstitutionen familiäre Vielfalt abgebildet und für Akzeptanz geworben werden?

Positive Erfahrungen und Lernerfolge sind in Kindergärten und Schulen nur dann möglich, wenn die Bildungskultur von Vertrauen und gegenseitiger Wertschätzung bestimmt ist. Wie können Bildungseinrichtungen für alle Familien inklusiver und interkulturell offener gestaltet werden? Wie lässt sich familiäre Vielfalt als Querschnittsthema diskriminierungssensibel in den Bildungsauftrag der Einrichtungen integrieren?

Input & Leitung:
Prof.in Dr.in Patricia Liebscher-Schebiella (Hochschule Mittweida, Lehrstuhl Soziale Arbeit), Anne Gersch (Courage – Werkstatt für demokratische Bildungsarbeit e.V.)

Gruppe 3: Wie kann die Politik zum Transfer vielfaltsfördernder Haltungen und Maßnahmen und zur Herstellung von Akzeptanz familiärer Vielfalt gegenüber beitragen?

Familien, die nicht in das klassische Normverständnis passen, sind in rechtlicher und sozialer Hinsicht mit Benachteiligungen konfrontiert. So werden insbesondere Steuer- und Sozialrecht den Interessen vieler Familienformen nicht gerecht. Welche rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen brauchen Familien in allen Konstellationen und in unterschiedlichen Lebenslagen, um gut zu leben? Was ist im inklusiven und diskriminierungskritischen Sinn in politischer Hinsicht familiengerecht?

Input & Leitung:
Eva Brackelmann (Evangelische Aktionsgemeinschaft für Familienfragen e.V.),
Georg Teichert (Vorsitzender des Kinder- und Familienbeirates der Stadt Leipzig),
Nuria Silvestre (Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e.V.)

14:30 // Abschlusspodium
15:30 // Verabschiedung durch die Veranstalter*innen

Anmeldemodalitäten:

Teilnehmer*innenbeitrag: 25,00 EUR

Kinderbetreuung wird ganztägig angeboten.

Anmeldung bis zum 15.09. 2018 unter
info@queeres-netzwerk-sachsen.de.

Notwendige Anmeldedaten sind Vor- und Nachname, ggf. Institution, Anschrift, Telefon, E-Mail, ggf. Wahl der Diskussionsgruppe, Kinderbetreuung (ja/ nein).

Die Teilnehmer*innenanzahl ist begrenzt.

Nach Anmeldung erhalten Sie eine E-Mail mit den Rechnungsdaten und unserer Datenschutzerklärung.

Datenschutz:
Ihre persönlichen Daten werden nur für die Verwaltung des Fachtages erhoben und durch den LAG Queeres Netzwerk Sachsen e.V. gespeichert. Gemäß §§ 15, 17 DSGVO können Sie jederzeit die Auskunft über bzw. die Berichtigung, Löschung und Sperrung einzelner personenbezogener Daten verlangen.

Gefördert durch den Lokalen Aktionsplan der Stadt Chemnitz und das Amt für Jugend und Familie der Stadt Chemnitz.