Lebenslagen von LSBTTIQ*

Wie der seitens der Sächsischen Staatsregierung in Auftrag gegebenen Erhebung zu demokratiebezogenen Einstellungen der sächsischen Bevölkerung („Sachsenmonitor“, 2016 und 2017) und der Studie „Queeres Deutschland 2015. Zwischen Wertschätzung und Vorbehalten“ (Change Centre Foundation) zu entnehmen ist, herrscht im Freistaat ein hohes Maß an gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.

Diese äußert sich in Bezug auf LSBTTIQ* in fehlender oder mangelnder Empathie, Ablehnung und Unbehagen gegenüber nicht heterosexuellen Orientierungen und der Vielfalt der Geschlechter.

  • „Die enthemmte Mitte – Autoritäre und rechtsextreme Einstellung in Deutschland“ (Universität Leipzig) Link
  • „Queeres Deutschland 2015 – Zwischen Wertschätzung und Vorbehalten“ (Change Centre Foundation) Link
  • „Sachsen-Monitor 2016“ Link
  • „Sachsen-Monitor 2017“ Link

Gleichzeitig liegen weder repräsentative Erhebungen zu spezifischen Einstellungen und Kenntnissen der sächsischen Bevölkerung gegenüber sexueller und geschlechtlicher Vielfalt noch Studien zur Lebenswirklichkeiten und Diskriminierungserfahrungen von LSBTTIQ* in Sachsen vor.

Bundesweite Erhebungen zu Lebenslagen von LSBTTIQ*

  • „Wie ein grünes Schaf in einer weißen Herde. Lebenssituation und Bedarfe von jungen Trans*-menschen in Deutschland“ (Bundesverband Trans* & Trans* Ja und?!) Link
  • „unsicher.klar.selbstbestimmt – Wege von Trans*Kindern, *Jugendlichen und jungen *Erwachsenen in Sachsen-Anhalt“ Link
  • „Homo- und Transfeindlichkeit in Mecklenburg-Vorpommern“ Link

Projekte und Maßnahmen der LAG und ihrer Mitgliedsvereine

08.12.2017: Fachtag an der Hochschule Mittweida Lesbisch, schwul, bisexuell, trans* und inter* in Sachsen. Eine Bestandsaufnahme aus ausgewählten Themenfeldern.”

Der Fachtag macht auf diese Tatsachen aufmerksam. Er thematisiert die Präsenz und Reflexion von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt in sozialen und pädagogischen Handlungsfeldern sowie die Gesundheitsversorgung von LSBTTIQ* in Sachsen. Er informiert über die Lebenswirklichkeiten und Diskriminierungserfahrungen von LSBTTIQ* im gesamten sächsischen Raum. Nicht zuletzt appelliert er an politische Entscheidungsträger*innen, angesichts der formulierten Defizite Grundlagenforschung in diesen bzw. ausgewählten Bereichen zu initiieren und ihre Finanzierung sicher zu stellen.