3 Jahre Landesaktionsplan zur Akzeptanz der Vielfalt von Lebensentwürfen – Wo steht Sachsen und was ist noch zu tun?

Am 21. September 2017 wurde in Dresden der sächsische Landesaktionsplan zur Akzeptanz der Vielfalt von Lebensentwürfen von der damaligen Gleichstellungsministerin Petra Köpping (SPD) vorgestellt. Drei Jahre nach seiner Verabschiedung durch die sächsische Staatsregierung und mitten in der weltweiten Corona-Pandemie stellt sich die Frage: Wie geht es weiter mit dem LAP Vielfalt?

In den vergangenen drei Jahren haben wir die Ministerien dabei unterstützt, den Landesaktionsplan umzusetzen. 2019 hatten wir den Umsetzungsstand bereits aus unserer Sicht ausführlich evaluiert (Link zu unserer Stellungnahme https://tinyurl.com/y42u5hex). Dabei ist deutlich geworden, dass die Maßnahmen des LAP bei weitem noch nicht vollständig und nicht alle zufriedenstellend umgesetzt worden sind. Die anhaltende Corona-Pandemie und die Bewältigung ihrer Folgen hat auch die weitere Umsetzung des Landesaktionsplans Vielfalt ausgebremst.

Umso wichtiger ist, dass Sachsens Gleichstellungsministerin Katja Meier den begonnen Weg fortsetzen will und großen Wert auf die fortlaufende Zusammenarbeit ihres Ministeriums (SMJusDEG) mit der LAG Queeres Netzwerk Sachsen legt. Sachsens Gleichstellungsministerin Katja Meier: „Der Landesaktionsplan zur Akzeptanz der Vielfalt von Lebensentwürfen ist auch drei Jahre nach Inkrafttreten eine wichtige Grundlage, um in Zeiten des raschen gesellschaftlichen Wandels die Diskriminierung von LSBTTIQ* in Sachsen abzubauen. Zwar ist die Umsetzung noch einige Schritte von ihrem Zielpunkt entfernt. Trotzdem wollen wir die Fortschreibung des LAP Vielfalt – parallel zur weiteren Umsetzung der Maßnahmen – jetzt in Angriff nehmen. Dafür werden wir im Oktober 2020 den Beirat zum Landesaktionsplan erneut einberufen und weiter vertrauensvoll mit seinen Mitgliedern zusammenarbeiten. Denn die Gleichstellung der Geschlechter und die Wertschätzung von Vielfalt wollen wir auch in Zeiten der Krise weiter voranbringen.“

Um den LAP Vielfalt nicht nur fortzuschreiben, sondern perspektivisch auch weiterzuentwickeln sind die Erfahrungen und Erkenntnisse des bisherigen Umsetzungsprozesses ebenso notwendig wie eine fundierte Datengrundlage. Eine vom SMJusDEG angedachte Studie zu den Lebenslagen von LSBTTIQ* in Sachsen könnte wichtige Erkenntnisse liefern. Als Dachverband der queeren Interessenvertretungen in Sachsen sind wir gespannt auf die Fortschreibung des LAP Vielfalt und die nächsten Schritte. Wir begrüßen daher ausdrücklich die aktuellen Impulse von Gleichstellungsministerin Katja Meier. Nicht nur im Beirat zum LAP werden wir die fortschreitende Umsetzung des Landesaktionsplans weiterhin konstruktiv und kritisch begleiten.

#Respekt #Akzeptanz #Vielfalt