25 Jahre CSD Dresden vom 25. – 27.05.2018

25 Jahre – Wir trauen uns…!“ – Unter diesem Motto präsentierte sich der Christopher Street Day in Dresden ein ganzes Wochenende lang den zahlreichen Besucher*innen. Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen bot der diesjährige CSD, passend zum Jubiläum, noch mehr als sonst: Die bisher größte Bühne auf dem Straßenfest, die längste Regenbogenfahne vor dem Kulturpalast und mit 15000 Teilnehmer*innen einen neuen Rekord für die Demonstration am Samstag.

Queer in Dresden – Wir stellen uns vor

Aber auch queere Vereine, Institutionen und Gruppen präsentierten sich erneut unter einem Dach beim 25. CSD in Dresden – nämlich vielfältig, bunt und mit einem breiten Angebot ausgestattet. Während des CSD-Wochenendes vom 25. bis 27. Mai 2018 bot das gemeinsame Zelt von über einem Dutzend Akteur*innen allen Besucher*innen des politischen Straßenfests ein ausgefeiltes Programm. Unter dem Motto „Queer in Dresden – Wir stellen uns vor“ gab es zahlreiche Themengespräche mit Expert*innen und Politiker*innen zu aktuellen Entwicklungen in der queeren Community. Wir sprachen über Familie und Kinder, Bildung und Schule sowie Gesundheit, Alter und Pflege, Opferschutz und Prävention. Dazu stellten sich die Mitwirkenden, ihre Themen und Schwerpunkte, selbst vor. Ausgestattet mit einer geräumigen Lounge-Ecke, jeder Menge Rat, Tat und guter Laune lud unser Zelt auf dem Dresdner Altmarkt zum Informieren, Verweilen und Amüsement ein…

Für uns war am Highlight am Samstag ganz klar der Talk mit Politiker*innen von CDU, SPD, LINKEN, GRÜNEN und FDP. Den verbalen Schlagabtausch lieferten sich Sarah Buddeberg (MdL LINKE, Parlamentarische Geschäftsführerin & Sprecherin für Gleichstellungs- und Queerpolitik), Katja Meier (MdL GRÜNE, gleichstellungspolitische Sprecherin), David Scharf (Landesvorsitzender LSU Sachsen), Juliane Pfeil-Zabel (MdL SPD, Sprecherin für Integrations- sowie Familienpolitik) und Christoph Blödner (FDP Sachsen). Besonders kontrovers wurde der sächsische „Landesaktionsplan zur Akzeptanz der Vielfalt von Lebensentwürfen“ diskutiert. Auch nach acht Monaten sei praktisch nichts passiert und selbst Prüfaufträge hätte die Staatsregierung nicht erfüllt – dies mussten sich die Vertreter*innen der Regierungskoalition von CDU und SPD vorwerfen lassen. Letztlich war allen Beteiligten klar, dass sich die sächsische Staatsregierung endlich bewegen muss, will sie nicht riskieren, dass ihre Bemühungen um Respekt und Akzeptanz von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt im Freistaat als bloße Lippenbekenntnisse entlarvt werden.

Sowohl der politische Talk als auch alle anderen Fachgespräche sind von den zahlreichen Besucher*innen des politischen Straßenfestes positiv aufgenommen worden. Die dort vermittelten Infos zu queerem Leben in Sachsen waren eine echte Bereicherung des diesjährigen CSD Dresden. Für uns steht fest: Dieses Konzept hat Zukunft und wir kommen im nächsten wieder! Für dieses gelungene Wochenende bedanken wir uns sehr bei unseren zahlreichen Kooperationspartner*innen und Mitstreiter*innen: Aids-Hilfe Dresden e.V. / SLS “Der Bogenschütze” Dresden e.V. / Sisters of Perpetual Indulgence – Berlin / Lederclub Dresden e.V. / Gaystammtisch 50 plus/minus / CSD Dresden e.V. / Christlich-Schwul-Lesbischer Stammtisch Dresden / Gesundheitsamt Dresden und Aids-Beratung / different people e.V. / SchLaU Dresden / Gerede E V Dresden / SMJG e.V.