“Die LAG sind wir!” – 1. Strategie- und Netzwerktreffen der LAG Queeres Netzwerk Sachsen

Am 21. Januar 2017 war es endlich soweit: Die LAG Queeres Netzwerk Sachsen traf sich zu ihrem 1. Strategie- und Netzwerktreffen, unter dem Motto „Die LAG sind wir! Schwerpunkte und Maßnahmen eines queeren Netzwerkes in Sachsen“. Sich an einem frostig-kalten Samstagmorgen zusammen zu finden, um über die anstehenden Aufgaben für das Jahr, gemeinsame Ziele und Aktionen zu sprechen, ist sicher nicht jedermanns Sache. Wir sind aber ein engagiertes Netzwerk und wenn wir etwas erreichen wollen, dann müssen wir auch früh aufstehen.

Eines unserer Mitglieder, der CSD Dresden e.V., stellte glücklicherweise seine Vereinsräume großzügig zur Verfügung. Und in erstklassiger Arbeitsatmosphäre haben wir genau das auch getan, nämlich gearbeitet. Ab 10:00 Uhr steckten Vertreter_innen unserer Mitgliedsvereine, des LAG-Vorstands und unserer Dresdner Fachstelle die Köpfe zusammen. Viele unserer Mitglieder waren vor Ort: Gerede e.V., RosaLinde Leipzig e.V., CSD Dresden e.V., TIAM e.V., Frauen Leben Vielfalt e.V., die LAG Jungen- und Männerarbeit Sachsen, die LAG Mädchen und junge Frauen Sachsen und der LSVD Sachsen. Unsere beiden hauptamtlichen Mitarbeiter_innen der Dresdner Fachstelle haben das Treffen geplant, organisiert und moderierend begleitet.

Wie bringt man nun die vielen unterschiedlichen Themenschwerpunkte, Arbeitsgebiete und Interessen zusammen? Indem wir die Gemeinsamkeiten betont und den Gedanken freien Lauf gelassen haben. Als Rahmen hatten wir das „Open-Space“-Konzept* gewählt. Es standen also unsere Mitgliedsvereine mit ihren Ideen, Wünschen, Bedarfen und Herausforderungen für die kommenden Jahre im Zentrum. Allein die Ideenfindungsphase zeigte uns, wie breit die Palette an Themen ist, über die wir alle reden wollten. Wie sensibilisieren wir am besten den ländlichen Raum? Wie lassen sich Bildung und Schulaufklärung in Sachen sexueller Vielfalt gestalten? Wie kann die Zertifizierung für Pflegeberufe mit Blick auf die Belange von LSBTTIQ* verbessert werden? Diese und viele weitere große und kleine Fragen verlangten nach einer Klärung. Um möglichst viele Aspekte bearbeiten zu können, haben wir ähnliche Themen zu Clustern zusammengefasst. Aus diesen kristallisierten sich letztlich zwei Arbeitsgruppen heraus. Die erste Gruppe beschäftigte sich mit dem Schwerpunkt „ländlicher Raum“, die andere bearbeitete das Thema „Vernetzung“. Wie ergiebig und fruchtbar die einzelnen Teilnehmer_innen zusammenarbeiten konnten, zeigte sich spätestens bei der Ergebnispräsentation. Gemeinsam mit den vielen anderen Themen, die abschließend in einer offenen Diskussionsrunde besprochen wurden, ergaben sich jede Menge Maßnahmen, Projektideen und Kampagnenvorschläge für 2017 und darüber hinaus.

Zeitpläne sind auf dem Papier wirklich schön anzuschauen. Nach diesem langen und arbeitsreichen Samstag wussten jedoch alle Anwesenden, dass Motivation und Kreativität entscheidender sind, wenn wir unsere Landesarbeitsgemeinschaft mit Inhalten füllen wollen. Wir haben gezeigt, dass unterschiedliche Charaktere, Themenschwerpunkte und Interessen kein Hindernis für unsere gemeinsame Arbeit sind. Sie sind vielmehr unsere Stärke, denn einmal mehr haben wir bewiesen, dass wir zusammen arbeiten können und wollen.

Wir gehen als Netzwerk gestärkt aus diesem Treffen hervor. Wir haben in den kommenden Jahren viel vor – und unsere Fachstelle jede Menge zu tun. Wir sind die LAG Queeres Netzwerk Sachsen!