19. Mai 2019: Kurzfilmabend zu geschlechtlicher Vielfalt & Diskussion

Für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans- und Inter-Personen und queere Menschen (LSBTTIQ) in Zwickau gehören Vorurteile und Diskriminierungen zum Alltag. Laut Sachsenmonitor 2018 halten 32% der Befragten gleichgeschlechtliche Beziehungen für “unnatürlich”. Weitere Studien zeigen eine Zunahme demokratiefeindlicher Strömungen und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in Sachsen. Im Kampf um gleiche Rechte steht vieles noch aus, um eine vollständige Gleichstellung sicherzustellen. Insbesondere in kleineren Städten wie Zwickau sind LSBTTIQ und ihre Belange kaum sichtbar.

Ziel ist es, für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt zu sensibilisieren, über Diskriminierungen aufzuklären und Vorurteile abzubauen.

+++ EINTRITT ist FREI +++

Männlich, weiblich, dazwischen oder ganz anders? Geschlecht jenseits von männlich und weiblich existiert naturgegeben, denn seit jeher kommen Menschen intergeschlechtlich auf die Welt – allgemein als Zwitter bekannt. Andere bemerken im Laufe ihres Lebens, dass sie sich mit ihrem Körper und/oder den ihnen zugeschriebenen Geschlecht nicht identifizieren. Drei Kurzfilme zeigen die Vielfalt der Geschlechteridentitäten und machen die Normalität von Lebensweisen von transsexuellen und trans*identen Menschen erfahrbar.

Neko No Hi – Cat Days (Jon Frickey, BRD 2018, 11 min)
Jiro fühlt sich nicht wohl. Eine Ärztin soll herausfinden, was los ist. Neben der Diagnose Katzengrippe hat sie noch weitere verwirrende Neuigkeiten für Jiro.

Rückkehr zur Normalität (Kurzdokumentarfilm, Tim Fabian Bartel, Jasmine Bischke, BRD 2014, 29 min)
Beela gewährt einen Einblick in seinen Alltag und reflektiert, was es für ihn bedeutet Transvestit zu sein. An den prähistorischen Felsklippen nahe der Burg Giebichenstein in Halle erzählt der junge Transmann Samuel sowohl von seinem eigenen Geschlecht als auch von Zwischengeschlechtlichkeit an anderen Orten und zu anderen Zeiten. Samuel hinterfragt Heteronormativität und Geschlechterrollen und berichtet von Problemen des Alltags sowie der Vorfreude auf seine Zukunft in der Gesellschaft, die sich schwer damit tut, die existierende geschlechtliche Vielfalt als Normalität anzuerkennen.

Mrs McCutcheon (John Sheedy, Australien 2017, 17 min)
Tom möchte nur noch Mrs McCutcheon genannt werden und trägt lieber Kleider als Hosen. In der Schule hat Mrs McCutcheon Probleme, von den Mitschüler*innen akzeptiert zu werden…

Alle Filme laufen auf Deutsch oder mit deutschen / englischen Untertiteln.

Veranstaltende: Aidshilfe Westsachsen & Trans Inter Aktiv Mitteldeutschland e.V. in Kooperation mit der LAG Queeres Netzwerk Sachsen und dem Filmfest Dresden