LAG Queeres Netzwerk Sachsen stellt erste Studie zu Gewalterfahrungen von LSBTTIQ* in Sachsen vor

In Sachsen ist Gewalt gegen Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender, trans- und intergeschlechtliche Personen sowie queere Menschen (LSBTTIQ*) weiter verbreitet, als bisher offiziell bekannt. Zu diesem Schluss kommt die erste Dunkelfeldstudie zu den Gewalterfahrungen von LSBTTIQ* im Freistaat, die am 11. Juni 2019 von der LAG Queeres Netzwerk Sachsen in Dresden vorgestellt wurde.

Über eine Crowdfunding-Aktion im Herbst 2018 konnte die Finanzierung dieser Studie vollständig und unabhängig realisiert werden. Sie wurde durch die LAG Queeres Netzwerk Sachsen in Kooperation mit Prof.in Dr.in phil. Gudrun Ehlert und Prof.in Dr.in phil. Asiye Kaya der Fakultät Soziale Arbeit an der Hochschule Mittweida realisiert. Peggy Gruna (M.A. Soziale Arbeit) und Sabine Fraede (Dipl. Soziologin) zeichnen für die Konzeption des Fragebogens und die empirische Umsetzung bzw. Auswertung der Daten verantwortlich.

Für kurze Zeit stellen wir die komplette Studie und eine Zusammenfassung jeweils als PDF zum Download hier zur Verfügung:

Im Anschluss gehen wir mit einer ganzen Reihe von Auswertungsveranstaltungen zu den Ergebnissen unserer Studie in ganz Sachsen auf Tour. Die nächste Station folgt bereits am 13. Juni in Leipzig. Im Rahmen des CSD Leipzig wird die Tour am 10. Juli ebenfalls in Leipzig fortgesetzt. Alle Infos zu diesen Veranstaltungen und weitere Termine veröffentlichen wir zeitnah!

18. Juli 2019: Diskussion – Gewalterfahrungen von LSBTTIQ*

Eine Veranstaltung im Rahmen des CSD Chemnitz 2019

Bisher gibt es keine wissenschaftlichen Studien, die sich mit vorurteilsbezogener Gewalt bzw. Hasskriminalität gegen LSBTTIQ* und deren polizeilicher Erfassung im Bundesland Sachsen beschäftigen. Aus diesem Grund hat die LAG Queeres Netzwerk Sachsen in Kooperation mit der Fakultät Soziale Arbeit der Hochschule Mittweida dazu die erste fragebogenbasierte Erhebung für den Freistaat durchgeführt. Mit den Ergebnissen soll eine wissenschaftliche Diskussionsgrundlage über Hasskriminalität, geeignete Hilfen und einen angemessenen Opferschutz in Sachsen geschaffen werden.

Die Ergebnisse der Studie wird die LAG Queeres Netzwerk Sachsen gemeinsam mit uns im Rahmen der CSD-Woche in Chemnitz vorstellen.

Wir freuen uns auf euch und ein spannenden Abend mit guten Gesprächen.

Mehr Infos zur CSD-Woche in Chemnitz gibt es hier: https://csd-chemnitz.de/csd-aktionswoche/